Brennholzpreis pro Kubikmeter in Österreich
Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter: Der Brennholzpreis pro Kubikmeter in Österreich ist erst vergleichbar, wenn Maß, Feuchte und Zustellung in einer Zeile stehen. Der Rechenweg mit Belegen.
Um halb acht stand der Sattelzug mit der Buchenpalette in einer Einfahrt im Wiener Umland, der Hubwagen rollte über gefrorenen Kies, und der Geruch von ofengetrocknetem Hartholz hing in der kalten Luft. Die erste Frage des Kunden galt nicht der Holzart, sondern der Menge: wie viele Raummeter diese Palette nun eigentlich seien. Genau an dieser Frage entscheidet sich der Brennholzpreis pro Kubikmeter, denn ein Kubikmeter Brennholz ist in Österreich je nach Zählweise ein Festmeter, ein Raummeter oder ein Schüttraummeter, und zwischen der ersten und der dritten Zählung liegt mehr als der Faktor zwei an Luft. Auf dem Lieferschein stand das deklarierte Maß, daneben der gemessene Feuchtewert der Charge, und erst mit beiden Angaben wurde aus dem Betrag ein vergleichbarer Preis. Dieser Ratgeber folgt der Reihenfolge, in der sich die Kaufentscheidung in der Praxis stellt: Bedarf, Holzart, Feuchte, Einheit, Inserat, Lieferung und zuletzt der faire Gesamtpreis. Die aktuellen Preise, Maße und Werte pro Kubikmeter der einzelnen Produkte stehen in der Preistabelle und nicht im Fließtext, und die Tabelle zeigt auch die Umrechnung von Sackliter in Schüttraummeter.
| Produkt | Paketpreis | Volumen | Maßbasis | Preis pro m³ | Feuchte | Lieferung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Birke 77 Säcke à 30 L - Palette | 471 EUR | 3,6 m³ | Schüttraummeter | 131 EUR/m³ Schüttraummeter | Inklusive | |
| Birke 24 Säcke à 30 L - halbe Palette | 193 EUR | 1,12 m³ | Schüttraummeter | 172 EUR/m³ Schüttraummeter | Inklusive | |
| Birke - ganze Palette | 421 EUR | 1,8 m³ | Raummeter | 234 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Eiche - ganze Palette | 454 EUR | 1,8 m³ | Raummeter | 252 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Buche - Big Bag | 258 EUR | 1 m³ | Schüttraummeter | 258 EUR/m³ Schüttraummeter | Inklusive | |
| Buche - halbe Palette | 289 EUR | 1 m³ | Raummeter | 289 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Buche - ganze Palette | 494 EUR | 1,8 m³ | Raummeter | 274 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Hartholz-Mix - Big Bag | 245 EUR | 1 m³ | Schüttraummeter | 245 EUR/m³ Schüttraummeter | Inklusive | |
| Hartholz-Mix - halbe Palette | 277 EUR | 1 m³ | Raummeter | 277 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Hartholz-Mix - ganze Palette | 462 EUR | 1,8 m³ | Raummeter | 257 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Erle - halbe Palette | 258 EUR | 1 m³ | Raummeter | 258 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Erle - ganze Palette | 372 EUR | 1,8 m³ | Raummeter | 207 EUR/m³ Raummeter | Inklusive | |
| Holzbriketts RUF - 96 Stück | 624 EUR | Inklusive |
- Ein Preis pro Raummeter, pro Schüttraummeter oder pro Festmeter ist erst vergleichbar, wenn klar ist, welche der drei Zählweisen gemeint ist.
- Geteilt wird der gelieferte Gesamtbetrag samt Transport und Zonenzuschlag, nie der Listenpreis, und zwar durch eine deklarierte Menge auf einer einzigen Basis.
- Holzart, Feuchteklasse und Scheitlänge müssen übereinstimmen, sonst stehen zwei verschiedene Produkte in derselben Zeile.
- Säcke, Big Bags, Paletten und Briketts sind keine Kubikmeter; sie werden ausdrücklich umgerechnet oder aus dem Vergleich herausgehalten.
Jedes Produkt in der Preistabelle nennt sein eigenes Maß, sodass niemand raten muss, ob ein Kubikmeter geschichtet oder geschüttet gemeint ist. Wer die Tabelle vor dem Weiterlesen ansieht, kennt die deklarierte Basis jedes Produkts; der Rest dieses Artikels erklärt, wie das Angebot jedes anderen Anbieters auf dieselbe Basis gebracht wird.
Was vor dem Kauf tatsächlich zu entscheiden ist
Drei Zählweisen für einen einzigen Kubikmeter sind der Grund, warum die Entscheidung nicht beim Preis beginnt, sondern bei der Frage, welche Menge der Preis überhaupt beschreibt. Ein Käufer, der im Waldviertel oder in der Obersteiermark einen Kachelofen durch den Winter bringen will, entscheidet in Wahrheit über drei Dinge: wie viel Holz nötig ist, welches Holz zum Ofen passt und auf welcher Mengenbasis er die Angebote nebeneinanderlegt. Wer dagegen in einem Wiener Altbau mit Kaminofen heizt, hat meist keinen Schuppen, sondern ein Kellerabteil, und rechnet von vornherein in Säcken statt in Paletten. Die Reihenfolge ist nicht beliebig, denn wer zuerst den Betrag liest, vergleicht am Ende zwei verschiedene Mengen mit demselben Namen. Der Ratgeber zu Brennholzpreisen in Österreich ordnet die Preisfaktoren im Überblick; dieser Artikel konzentriert sich auf den Rechenweg, der aus jedem Angebot einen Preis pro Raummeter macht.
Die Entscheidung fällt beim Maß, nicht beim Betrag
Rund 1,5 Schüttraummeter entsprechen nach deutscher Handelskonvention einem Raummeter, und ein Raummeter enthält etwa 0,7 Festmeter massives Holz, so die Forstpraxis. Dieselbe Ladung Buche trägt damit drei ehrliche Kubikmeterzahlen, und ein Angebot pro Kubikmeter ohne Zusatzwort ist ein Etikett, kein Preis. Die Entscheidung, die vor dem Kauf tatsächlich zu treffen ist, lautet daher: auf welcher Basis wird gerechnet, und welches Angebot nennt diese Basis überhaupt. Ein Anbieter, der das Maß auf die Rechnungszeile schreibt, hat die halbe Vergleichsarbeit für den Käufer bereits erledigt.
Wie viel Holz ein Haushalt in Österreich wirklich braucht
Meist 2 bis 3 Schüttraummeter pro Jahr nennt energieheld.de als üblichen Verbrauch für einen Haushalt, der mit Scheitholz zuheizt, wobei Dämmung und Ofentyp den Wert nach oben oder unten schieben, und 1 bis 3 Kubikmeter gibt Restaurant Sebald für reine Wochenendnutzung an. 5 bis 7 Raummeter pro Winter rechnet Arena Magazine für ein dänisches Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern, das vollständig mit Holz heizt. Zwischen diesen Werten liegt kein Widerspruch, sondern die Zählweise und die Rolle des Ofens: ein Kaminofen für den gemütlichen Kaminabend im Wiener Umland zieht am unteren Ende der Spanne, ein Kachelofen in einem Tiroler Bauernhaus auf 900 Metern, der von Oktober bis April durchläuft, am oberen. Die alpine Heizperiode ist in weiten Teilen Österreichs länger als in Dänemark, was den Bedarf eher an das obere Ende der Spanne schiebt.
Ein Bedarf, der in Schüttraummetern geschätzt wurde, muss vor dem Vergleich in dieselbe Einheit wie das Angebot gebracht werden, sonst wird die Bestellmenge um gut ein Drittel verfehlt, je nachdem, wie locker geschüttet wurde. Wer zum Beispiel drei Schüttraummeter braucht und ein Angebot pro Raummeter liest, benötigt nur zwei Raummeter, weil ein Raummeter geschüttet etwa 1,5 Schüttraummeter füllt. Für verpackte Ware ist die Rechnung noch eine Stufe länger: 77 Säcke à 30 Liter ergeben 2310 Liter, also rund 2,3 Schüttraummeter, und erst diese Zahl lässt sich mit einem Schüttraummeterangebot vergleichen. Welche deklarierte Menge eine ganze Palette, eine halbe Palette oder ein Big Bag trägt, steht für jedes Produkt in der Preistabelle.
Im letzten Winter hier in Österreich habe ich gemerkt, dass drei verschiedene Kubikmeterberechnungen für dieselbe Lieferung völlig legitim sind, und darum ist ein Preis pro Kubikmeter sinnlos, bis der Verkäufer klar sagt, welche Messmethode er meint.
Darius L.
Brennholz-Experte
Holzart und Dichte: welches Holz zu Kachelofen und Kaminofen passt
680 bis 720 Kilogramm pro Kubikmeter für Buche und 650 bis 900 Kilogramm für Eiche lauten die in Österreich üblichen Dichteangaben, und etwa 580 Kilogramm pro Kubikmeter für Buche, 570 für Eiche und Esche, 540 für Birke, 440 für Erle, 430 für Kiefer und 370 für Fichte nennt das dänische Brændefyringsportalen als darrtrockene Vergleichswerte. Die beiden Reihen unterscheiden sich in der Bezugsfeuchte, nicht in der Rangfolge: Buche und Eiche tragen die meiste Holzmasse je Kubikmeter, Birke und Erle liegen dazwischen, Fichte steht am Ende. Da trockenes Holz jeder Art je Kilogramm ähnlich viel Energie enthält, kauft der Kunde mit dem Preis pro Raummeter in Wahrheit Kilogramm, und ein Raummeter Fichte enthält rund zwei Drittel der Masse eines Raummeters Buche.
144,7 Euro pro Raummeter für 33-cm-Buchenscheite und 109,8 Euro für Fichtenscheite ermittelte das TFZ Bayern im Januar 2026 als Vergleichswerte aus dem Nachbarmarkt. Die Fichte kostet damit rund drei Viertel des Buchenpreises, trägt aber nur knapp zwei Drittel der Masse; je Kilogramm Holz ist das Nadelholz in diesem Beispiel das teurere Produkt. Für den Kachelofen, der Wärme über Stunden speichern soll, spricht die Dichte für Buche, Eiche oder einen Hartholz-Mix; ein Kaminofen für den behaglichen Hüttenabend kommt mit Birke oder Erle aus, die schneller anbrennen und ein helleres Flammenbild geben. Holzbriketts RUF gehören in keine Kubikmeterzeile, weil sie nach Stück verkauft werden; sie stehen in der Preistabelle mit ihrem eigenen Maß. Die Wahl der Holzart verändert also nicht nur den Betrag, sondern die Vergleichsgruppe: Hartholz wird mit Hartholz verglichen, Weichholz mit Weichholz.
Warum eine billige Fichte kein günstiges Angebot ist
35 bis 45 Euro pro Raummeter für Weichholz notierte Die Geldmarie im Jahr 2021, gegenüber 120 bis 150 Euro pro Raummeter für Hartholz im Herbst 2022, und diese Spanne wird in Inseraten bis heute als Argument für Nadelholz gelesen. Nach Masse gerechnet schrumpft der Abstand deutlich, und nach Brenndauer im Kachelofen kehrt er sich für viele Haushalte um. Ein Preis pro Raummeter vergleicht Volumen, nicht Wärme; die Dichte ist der Umrechnungsfaktor, den kaum ein Inserat mitliefert.
Feuchte und Trocknung: die Zahl, die über den Preis entscheidet
Unter 20 Prozent Holzfeuchte weist das ofengetrocknete Brennholz von Onlydry auf, und jede Charge wird vor dem Versand gemessen, sodass der Wert auf dem Lieferschein ein Messwert und kein Klassenname ist. Unter 25 Prozent, praktisch unter 20 Prozent, verlangt die deutsche Regel für verkaufsfähiges Brennholz laut Forstpraxis, und höchstens 18 Prozent nennen Bolius und Aduro in Dänemark als Grenze für optimale Verbrennung. Frisches Holz liegt bei etwa 50 Prozent, halbtrockenes bei rund 25 bis 40 Prozent. Man merkt den Unterschied schon beim Anzünden: ofentrockene Buche springt in wenigen Minuten an, halbtrockene zischt zuerst eine Weile vor sich hin. Die ÖNORM M 7133 und die EN ISO 17225-5 ordnen Scheitholz nach Feuchteklasse, Holzart und Abmessung ein, nicht nach einer einzigen Volumeneinheit, und genau deshalb gehört die Feuchteklasse in jede Vergleichszeile neben das Maß.
117 bis 125 Euro für 0,9 Raummeter halbtrockene Buche und 135 bis 140 Euro für trockene Buche zeigen die Baumarktkisten von Obi, Hornbach und Bauhaus im Juni 2026, und der Abstand von grob 15 Prozent, je nach Markt und Woche etwas mehr oder weniger, ist der Preis der fehlenden Trocknung. Wer halbtrocken kauft, zahlt die Differenz nicht in Euro, sondern in einem Jahr Lagerplatz unter Dach und in Feuchte, die im Ofen als Wasserdampf statt als Wärme endet. Zwei Buchenangebote mit verschiedener Feuchteklasse sind daher zwei Produkte, auch wenn beide pro Raummeter ausgezeichnet sind; sie gehören in getrennte Vergleiche. In der Praxis weicht das Etikett auf der Rechnung oft genug vom Messgerät ab, weshalb der gemessene Wert und nicht die Klassenbezeichnung als Spezifikation gilt.
Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter: Volumeneinheiten entwirrt
Etwa 0,7 Festmeter massives Holz stecken in einem Raummeter, und derselbe Raummeter füllt geschüttet rund 1,5 Schüttraummeter, so die in der Forstpraxis dokumentierte Konvention, die auch in Österreich angewendet wird. Der Festmeter zählt nur Holz ohne Luft und ist die Einheit der Forstwirtschaft und der Energietabellen. Der Raummeter, in vielen Bundesländern im Alltag Ster genannt, zählt sauber geschlichtete Scheite samt ihren Zwischenräumen. Der Schüttraummeter zählt den Haufen, wie er vom Lkw oder aus dem Big Bag kippt, mit den größeren Lücken einer losen Schüttung. Das Holz ist in allen drei Fällen identisch; nur der Luftanteil steigt, und mit ihm sinkt der Preis pro Kubikmeter. Wer einmal einen Big Bag von Hand aufgeschlichtet hat, weiß, wie überraschend klein der Stapel wird, sobald die Luft draußen ist. Niederländische Anbieter beschreiben denselben Effekt von der anderen Seite: rund 1,3 Schüttraummeter setzen sich zu einem Raummeter, laut Produktangabe von Haardhout-Hofman, eine spürbare Abweichung, die sich unter einem einzigen Wort verbirgt.
65 bis 90 Euro pro Festmeter verlangen deutsche Forstämter laut Forstpraxis für Laubholz an der Waldstraße, und 21 Prozent Anstieg gegenüber dem Vorjahr erfasste die HKI-Umfrage unter 30 Forstämtern im März 2024 für genau diesen Waldstraßenpreis. Mit dem Faktor 0,7 auf Raummeter gebracht liegt dieser Wert weit unter jedem ofenfertigen Endpreis, und die Lücke besteht aus Schneiden, Spalten, Trocknen und Transport, nicht aus einer Marge, die sich wegverhandeln ließe. Ein Festmeterpreis und ein Endkundenpreis stehen deshalb nie in derselben Zeile; ein 3-Meter-Bloch gehört in einen Vergleich mit anderen Festmeter- und Stammholzangeboten. Belgische Anbieter wie Sprl Boag veröffentlichen zusätzlich Koeffizienten von etwa 1,30 für 50-cm-Scheite und 1,45 für 33-cm-Scheite gegenüber dem Raummeter aus Meterscheiten, weil kürzer geschnittenes Holz dichter schlichtet; wer österreichische 25-cm- oder 33-cm-Ware mit Meterscheiten vergleicht, braucht denselben Korrekturfaktor.
Liter, Stück und Palette sind keine Kubikmeter
30 Liter je Sack, 24 oder 77 Säcke je halber oder ganzer Palette lautet die Deklaration für verpackte Birke, und Liter mal Sackzahl geteilt durch 1000 ergibt Schüttraummeter, die nur mit anderen Schüttraummeterpreisen vergleichbar sind. Finnische Anbieter wie Klapila deklarieren ein Los 60-Liter-Säcke sowohl pro Schüttraummeter als auch als Raummeteräquivalent mit Gewicht; am einfachsten ist es, beim Verkäufer verpackter Ware genau diese doppelte Angabe zu verlangen. Eine Beobachtung aus der Packlinie: robotergepackte Kleinsäcke sind im Sack dicht geschichtet, sodass die deklarierten Liter überwiegend Holz sind, während ein Big Bag typischerweise mehr Luft um die Scheite führt. Zwei Literzahlen desselben Holzes können deshalb verschieden viel Holz enthalten, und die Preistabelle zeigt die Umrechnung für jedes verpackte Produkt, damit der Leser sie nicht wiederholen muss.
Ein Inserat lesen, ohne hereinzufallen
15 bis 30 Prozent des Endpreises entfallen nach französischen Marktübersichten auf den Transport, und niederländische Anbieter wie Haardhout-Hofman stellen das Schlichten als eigene Fixposition zusätzlich zum Holzpreis in Rechnung. Beide Posten fehlen in der großen Zahl eines Inserats auf willhaben oder landwirt.com fast immer, und beide gehören in den Zähler, bevor geteilt wird. Die Methode unten ist jene, mit der intern drei konkurrierende Angebote eines Geschäftskunden geprüft werden; sie braucht einen Taschenrechner und wenige Minuten, und sie hat die Reihung nach Listenpreis bisher kein einziges Mal unverändert bestätigt. Alles darin ist mit den eigenen Angaben des Anbieters nachrechenbar, nichts hängt von einer Zahl ab, die nur der Händler kennt.
- Den gelieferten Gesamtbetrag notieren. Holzpreis, Transport oder Zonenzuschlag, Schlicht- oder Trageservice und Umsatzsteuer werden addiert und als eine einzige Summe festgehalten. Bei einem Preis „ab“ wird der gelieferte Gesamtbetrag zur eigenen Adresse erfragt und dieser verwendet.
- Die deklarierte Mengenbasis bestimmen. Das Wort neben dem Volumen zählt: Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter, Liter oder Stück. Fehlt das Wort, wird vor dem Weiterrechnen nachgefragt, und „einfach ein Kubikmeter“ gilt als fehlende Angabe.
- Auf eine Basis mit veröffentlichtem Koeffizienten umrechnen. Eine Basis wird gewählt, üblicherweise Raummeter, und jedes Angebot mit dem Koeffizienten des Anbieters oder der nationalen Konvention umgerechnet. Der Koeffizient wird neben die umgerechnete Zahl geschrieben, damit die Rechnung später prüfbar bleibt.
- Holzart, Feuchteklasse und Scheitlänge abgleichen. Nur Angebote gleicher Holzart, gleicher Feuchteklasse und gleicher Scheitlänge stehen in einer Zeile. Ein Abgleich des Volumens allein vergleicht weiterhin zwei verschiedene Produkte.
- Teilen und die Basis neben das Ergebnis schreiben. Der Gesamtbetrag wird durch die normalisierte Menge geteilt und das Ergebnis beschriftet, etwa „pro Raummeter, geliefert, ofengetrocknete Eiche, 25 cm“, damit die Basis mit der Zahl wandert, wohin auch immer sie kopiert wird.
Die Falle im günstigsten Inserat
Rund 0,67 Raummeter je Schüttraummeter ist der Faktor, der ein Schüttraummeterangebot mit inkludierter Lieferung um ein Drittel billiger aussehen lässt, als es je Raummeter tatsächlich ist. Bei der Durchsicht von Kundenvergleichen ist genau dieses Angebot das am häufigsten nach Listenpreis gewählte, und nach der Umrechnung landet es meist über dem Raummeterangebot mit separat berechneter Zustellung, außer die Fahrstrecke ist lang. Ein Angebot pro Raummeter für Meterscheite, die auf Wunsch auf 50 cm geschnitten werden, muss zudem sagen, ob der Preis für den ursprünglichen Meterraummeter oder für den kleineren Stapel nach dem Schnitt gilt; ohne diese Angabe steckt eine Unschärfe von 30 Prozent im Inserat. Erfüllt ein Angebot den Abgleich von Holzart und Feuchte nicht, wird es nicht als billiger, sondern als anderes Produkt gelesen und in einen eigenen Vergleich verschoben.
Kurz gesagt: erst das Maß, dann der Betrag.
Im letzten Winter rund um Österreich habe ich gesehen, dass der billigste Preis pro Kubikmeter schnell zur teuersten Variante wird, sobald man Transport, Zonenzuschläge und lose versus gestapelte Mengen zusammenrechnet.
Stefan W.
Verantwortlich für Holzsortierung
Die vollständigen Umrechnungen zwischen Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter sowie die Preisfaktoren nach Format und Region stehen im Überblick zu Brennholzpreisen in Österreich; dieser Artikel verwendet nur die Koeffizienten, die das Arbeitsblatt braucht.
Lieferung und Lagerung daheim
Eine Palette, ein Big Bag oder 77 Einzelsäcke kommen auf drei verschiedene Arten in eine Einfahrt, und jedes Format setzt die Frage nach dem Maß auf dem Lieferschein fort. Die Palette wird per Hubwagen abgesetzt und braucht eine ebene, tragfähige Fläche bis zum Lagerplatz; der Big Bag wird als loses Volumen deklariert und mit Kran oder Stapler bewegt; die Säcke tragen jeder 30 Liter und lassen sich in einem Kellerabgang in Wien ebenso stapeln wie im Holzschuppen eines Hofes im Mühlviertel. Ärgerlich ist nur, dass eine Palette auf einer steilen Schotterzufahrt oft nicht dorthin kommt, wo man sie eigentlich haben will, und der Rest dann händisch weitergetragen wird. Viele Haushalte in Österreich bestellen die ganze Palette deshalb im August oder September, solange die Zufahrt trocken und frei ist, und holen später eine halbe Palette oder einzelne Säcke nach. Ofengetrocknetes Holz unter 20 Prozent Feuchte bleibt trocken, solange es unter Dach und mit Luft von unten lagert; ein Regenwinter im Salzkammergut holt die Feuchte in einer offenen Schüttung binnen Wochen zurück. In den Föhntälern Tirols trocknet ein offener Stapel im Herbst manchmal noch nach, während in den Nebellagen des Alpenvorlands und des Waldviertels zwischen November und Februar praktisch nichts mehr verdunstet. Der Transportanteil, der in Frankreich mit 15 bis 30 Prozent des Endpreises beziffert wird, hängt von der Bestellgröße ab: auf einer einzelnen Palette wiegt die Zustellzeile schwer, auf einer kompletten Lkw-Ladung verschwindet sie fast. Für Geschäftskunden mit regelmäßigen Lieferungen und größeren Mengen erstellt Onlydry einen eigenen Plan; Anfragen dazu gehen an info@onlydry.at.
Wie ein fairer Gesamtpreis aussieht
111 bis 182 Euro pro Raummeter erfasste die Arbeiterkammer Oberösterreich in ihrem Preisvergleich (Preisvergleiche der Arbeiterkammer Oberösterreich), und 133 bis 182 Euro pro Raummeter nannte die Arbeiterkammer im April 2025 als aktuelle Spanne. 149 bis 176 Euro pro Raummeter für 25-cm-Buche in Kisten verzeichnete die Arbeiterkammer Niederösterreich, und 115 bis 125 Euro pro Schüttraummeter für ofenfertige Buche meldete agrarheute im März 2026. Die letzte Zahl ist das Lehrstück: mit dem Faktor 1,5 auf Raummeter gebracht entspricht sie rund 172 bis 188 Euro pro Raummeter und liegt damit am oberen Rand der Arbeiterkammer-Spanne, obwohl sie als Betrag am unteren Rand zu stehen scheint. Ein fairer Gesamtpreis ist folglich keine Zahl, sondern ein beschrifteter Quotient: gelieferter Betrag geteilt durch Raummeter, für eine benannte Holzart in einer benannten Feuchteklasse und Scheitlänge.
Kann aus dem Preis pro Kubikmeter ein Preis pro Kilowattstunde werden?
Rund 1 000 Kilowattstunden pro Schüttraummeter Birke, je nach Charge etwas mehr, nennt der finnische Anbieter Arton Pilke neben seinem Preis pro Schüttraummeter, und diese Angabe ist das seltene Beispiel einer Quelle, die ihr Maß deklariert. Selbst dort bleibt die Rechnung unvollständig, weil der Wirkungsgrad des Ofens fehlt: ein moderner Kaminofen mit 75 Prozent oder mehr gegenüber einem älteren Gerät mit rund 60 Prozent verschiebt die nutzbare Wärme um ein Viertel. 5,08 Terawattstunden Brennholzverbrauch im Jahr 2019 weist Statistics Norway für Norwegen aus, was die Größenordnung zeigt, in der sich ein unbenannter Kubikmeterfehler über einen ganzen Markt aufsummiert. Ein Kilowattstundenwert ist nur dann teilbar, wenn Maß, Feuchte und Wirkungsgrad im selben Satz stehen; fehlt eines davon, bleibt der Vergleich beim Preis pro Raummeter. Für die eigenen Produkte wird kein Preis je Kilowattstunde veröffentlicht, weil dazu der Ofen des Käufers angenommen werden müsste, und ein angenommener Wirkungsgrad ist eine erfundene Zahl.
Im Alltag hier in Schweden habe ich gesehen, dass billiges Weichholz oder halbtrockenes Holz keine echte Ersparnis gegenüber trockenem Hartholz darstellt, weil man einfach weniger Heizwert pro Kubikmeter kauft.
Johan E., Schweden
Brennholz-Spezialist
Was in Österreich anders gezählt wird: Ster, ÖNORM M 7133 und die Arbeiterkammer
Zwei Einheiten, Raummeter und Festmeter, dominieren die österreichischen Baumarkt- und Händlerangebote, während der Schüttraummeter vor allem auf Lieferscheinen für lose Ware und in deutschen Quellen auftaucht; ein Käufer in Österreich liest deshalb häufig Raummeter im Inserat und Schüttraummeter auf dem Lieferschein derselben Ware. Das Wort Ster steht hierzulande im Alltag für den Raummeter, was die Verwechslung mit dem französischen stère aus Meterscheiten nahelegt, und die ÖNORM M 7133 liefert zusammen mit der EN ISO 17225-5 den Rahmen, in dem Feuchteklasse, Holzart und Abmessung deklariert werden. Die Arbeiterkammer veröffentlicht als Konsumentenschutzinstanz regelmäßige Preisvergleiche, die als Referenzspanne dienen, aber die Zählweise der einzelnen Anbieter nicht vereinheitlichen. Die Erwartung für die Heizsaison 2027/2028 lautet, dass mehr Anbieter das Maß auf die Rechnungszeile drucken, weil die Einheitenverwirrung inzwischen die häufigste Quelle von Brennholzbeschwerden ist und die Aufmerksamkeit des Konsumentenschutzes den Beschwerden folgt. Bis dahin bleibt das Sechs-Spalten-Blatt das Werkzeug, mit dem ein Haushalt zwischen Bodensee und Neusiedler See den Brennholz Preisvergleich selbst auf eine Basis bringt. Und wenn am Ende zwei Angebote wirklich gleichauf liegen, ist für die meisten Haushalte mit Kachelofen ofengetrocknete Buche nach wie vor die vernünftigste Wahl, da legen wir uns fest.
Drei Prüfungen, bevor zwei Brennholzpreise in dieselbe Zeile kommen
- Drei-Nenner-Test: Die Basis wird vor dem Vergleich markiert (Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter), und der Koeffizient steht neben jeder umgerechneten Zahl.
- Vergleichsblatt mit sechs Spalten zum Abschreiben: gelieferter Betrag, deklarierte Basis, Koeffizient, normalisierte Raummeter, Holzart und Feuchteklasse, Scheitlänge.
- Drei-Treffer-Regel: Holzart, Feuchteklasse und Scheitlänge müssen alle übereinstimmen, bevor zwei normalisierte Preise verglichen werden.
Die Preise werden live aus dem Shop gelesen, deshalb ist die Spalte pro Kubikmeter nie eine veraltete Zahl im Fließtext. Die Preistabelle nennt das deklarierte Maß jedes Produkts und das Datum, an dem die Preise gelesen wurden.
Was eine ganze Palette, eine halbe Palette, ein Big Bag und ein 30-Liter-Sack jeweils als Volumen deklarieren, steht bei jedem Produkt in der Preistabelle; die Formate lassen sich dort auf der jeweils genannten Basis nebeneinanderlegen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Ster und einem Kubikmeter Brennholz?
Ein Ster bezeichnet einen geschichteten Raummeter, und ein bloßer Kubikmeter sagt nichts aus, bis der Anbieter Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter dazuschreibt.
Warum unterscheidet sich der Buchenpreis pro Raummeter vom Preis pro Schüttraummeter?
Weil ein Schüttraummeter lose gekippt ist und rund ein Drittel weniger Holz enthält als ein geschichteter Raummeter, sodass der Schüttpreis für dasselbe Holz niedriger sein muss.
Ist ein Preis pro Festmeter mit einem Endkundenpreis pro Kubikmeter vergleichbar?
Nicht direkt, weil ein Festmeter massives, frisches, ungespaltenes Holz an der Waldstraße bezeichnet und die Lücke zum ofenfertigen Preis aus Arbeit und Trocknung besteht.
Wie vergleiche ich einen Sackpreis mit einem Preis pro Kubikmeter?
Sackliter mal Sackzahl ergeben geteilt durch 1000 Schüttraummeter; der gelieferte Betrag wird durch diese Zahl geteilt und nur mit anderen Schüttraummeterpreisen verglichen.
Gehört die Zustellung in den Preis pro Kubikmeter?
Ja, Transport, Zonenzuschläge und ein Schlichtservice sind Teil dessen, was für das Holz bezahlt wird, und müssen vor dem Teilen in den Gesamtbetrag aufgenommen werden.
Warum ist ein Preis für 3-Meter-Bloche kein Kubikmeterpreis?
Ein 3-Meter-Bloch wird nach Länge und Durchmesserklasse verkauft, manchmal nach Tonne, und muss erst in Festmeter und dann in Raummeter umgerechnet werden, bevor ein Preis pro Kubikmeter danebenstehen kann.
Vor dem Vergleich zweier Angebote lohnt ein Blick auf das deklarierte Maß jedes Produkts in der Preistabelle; das Arbeitsblatt in diesem Artikel dauert danach unter fünf Minuten.
